Aktionärsinfo vom 08.12.2019

 

 

Sehr geehrte Aktionäre,

 

die sich 2018 abzeichnende Konjunktureintrübung in Deutschland hat sich zwischenzeitlich manifestiert. Die Wirtschaft ist nur knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt. Insbesondere die Automobilindustrie und der Maschienenbau hatten deutliche Einbrüche, während sich der private Konsum und der Dienstleistungssektor als stabilisierendes Element erwiesen haben. Die Abkehr der US-Notenbank von einer restiktiven Zinspolitik und vor allem die Festlegung der EZB, noch für lange Zeit eine Null- bzw. Negativzinspolitik beibehalten zu wollen, haben die Kapitalmärkte gestärkt. Nicht zuletzt die Hoffnung auf eine Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China haben dem Aktienmarkt wieder deutlichen Auftrieb gegeben.

Die Depots der DLB-Gruppe haben einen Schwerpunkt bei Value-Aktien und sich deshalb im bisherigen Jahresverlauf noch etwas unterhalb der Marktentwicklung (DAX +25 %) bewegt. Aufgrund der niedrigeren Bewertung und der teilweise sehr attraktiven Dividendenrendite bei Value-Aktien aus dem Small- und Midcap-Bereich zeichnet sich hier in den letzten Wochen eine Nachholbewegung ab.

Veräußerungsgewinne hat die DLB im bisherigen Jahresverlauf nur in geringem Umfang bei Positionen wie Beta Systems, SHS Viveon oder 3U Holding realisiert. Wertminderungen sind bei Positionen wie K+S und PEH absehbar. Dienstleisungserlöse dürften gegenüber dem Vorjahr deutlich ansteigen.

Bei der Focus-Industrie-Beteiligungs AG (DLB-Anteil 90%) wurden im bisherigen Jahresverlauf erst kleine Gewinne aus dem Verkauf von Positionen wie z.B. Daimler erzielt.
Bei Positionen mit sehr hohen stillen Reserven wie z.B. Einhell, Fabasoft oder Süss Micro wurde wegen der weiterhin positiven Aussichten bislang auf eine Realisierung verzichtet.
Die erforderlichen Abschreibungen auf einzelne Positionen werden sich gegenüber dem Vorjahr deutlich reduzieren. Insgesamt wird mit bei Focus mit einem Gewinn auf Vorjahresniveau gerechnet. Die Dividendenausschüttung der Focus lag bei 0,20 € je Aktie, ein Niveau welches auch für 2019 angestrebt wird.

Bei der VAB Verlags AG (DLB-Anteil 90%) wurde vor allem durch den Verkauf der Position Catalis im Rahmen einer Übernahme ein Ertrag im mittleren sechstelligen Bereich erzielt. Auch Positionen wie Uniqa, 3U Holding oder SHS Viveon haben zu den realisierten Gewinnen beigetragen. Gleichzeitig dürfte sich das Erfordernis von Abschreibungen auf einzelne Werte gegenüber dem Vorjahr reduzieren. Insgesamt ist mit einer deutlichen Rückkehr in die Gewinnzone für VAB zu rechnen. Die Dividendenausschüttung der VAB für 2018 lag bei 0,50 €, dieser Wert wird auch für 2019 angestrebt.

Aus heutiger Sicht kann, vorbehaltlich der weiteren Marktentwicklung, bei der DLB mit einem Gewinn leicht unter dem Vorjahreswert gerechnet werden. Bezüglich der Dividende kann der Vorjahreswert als Anhaltspunkt dienen.
Der Kurs der DLB-Aktie hat sich in den letzten Monaten bei geringen Umsätzen auf einem Niveau zwischen 12,50.- und 14,- € bewegt. Der Discount zum Net Asset Value ist unverändert sehr hoch.

 

Michael Höfer
(Vorstand)